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No 241

„Heute ist ein sehr trauriger Tag für die Menschheit, für die Menschen im Irak, für die Menschen in den Vereinigten Staaten und für die Vereinten Nationen als Institution. Es ist ebenso ein trauriger Tag für die Zukunft unseres Planeten und für die Kinder, von denen 30 000 in der Dritten Welt heute vor Hunger sterben, während wir Milliarden ausgeben, um diesen Krieg zu finanzieren, und von denen 25% in unserem eigenen Land in Armut leben, weil uns offenbar die Geldmittel fehlen, ihnen einen minimalen Lebensstandard zu ermöglichen. Ich befürchte sehr stark, dass das, was wir gestern entschieden haben, bedeutet, dass Krieg und die enorme zerstörerische Kraft der Streitkräfte das sind, was wir bevorzugen, um mit sehr komplizierten und schrecklichen Krisen im Mittleren Osten umzugehen. Ich befürchte, dass wir diese Entscheidung eines Tages bedauern werden und dass wir in Wirklichkeit die Grundlage für mehr und mehr Kriege in der Region legen, für die Jahre, die noch kommen werden.“1

(Bernie Sanders, ehem. Abgeordneter des Repräsentantenhauses und heutiger Kandidat für die Vorwahl der Demokraten zur US-Präsidentschaftswahl 2016 – Rede zur Entscheidung für den Ersten Irak-Krieg aus dem Januar 1991, aus dem Videozusammenschnitt: „Bernie Sanders & Hillary Clinton Over The Years: Then vs. Now“, YouTube)2

  1. Übers. Maskenfall, Original: „Today is a tragic day for humanity, for the people of Iraq, for the people of the United States and for the United Nations as an institution. It is also a tragic day for the future of our planet and for the children, 30 000 of whom in the Third World will starve to death today, while we spend billions to wage this war, and 25% of whom live in poverty in our own country because we apparently lack the funds to buy them a minimal standard of living. I fear very much, that what we said yesterday is that war and the enormous destructive power of our armed forces is our preferred manner for dealing with the very complicated and terrible crisis in the Middle East. I fear that someday we will regret that decision and that we are in fact laying the groundwork for more and more wars in that region in years to come.“ []
  2. Zur aktuellen Auseinandersetzung Sanders – Clinton siehe Democracy Now! vom 5.2., hier, hier und hier, engl. Untertitel: „CC“ []

Jascha Jaworski

Ein Kommentar

  1. Dann können wir nur hoffen, dass Sanders die Vorwahlen gegen Clinton gewinnt!! Soviel wie ich gelesen habe, hat Sanders gegenüber Trump, sollte er der Kandidat der Republikaner werden, einen Vorsrung von ca. 20 %. Nach den positiven Entwicklungen in Südeuropa und GB könnte tatsachlich mal wieder Politik für Menschen gemacht werden.

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