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Plädoyer für eine gerechte und solidarische Gesundheitsversorgung – Vortrag von Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Kolenda

Ungleichheit macht krank! Das ist eine der zentralen Aussagen von Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Kolenda, der am 26.10.2016 in Kiel sein „Plädoyer für eine gerechte und solidarische Gesundheitsversorgung“ hielt. Politisches Umdenken ist in Zeiten, in denen die Menschen unter dem Diktat verknappter öffentlicher Kassen durch gekürzte Leistungskataloge, Zuzahlungen und Zusatzbeiträge nicht nur mit der Sicherstellung ihrer Gesundheitsversorgung zunehmend allein gelassen werden, sondern auch die rasch steigende soziale Ungleichheit bestehende Gesundheitsprobleme verschärft, dringender denn je, wie der Vortrag verdeutlicht.
Klaus-Dieter Kolenda ist langjähriger Internist, Rehablitations- und Präventionsmediziner und war Chefarzt der Ostseeklinik Schönberg-Holm. In seinem Vortrag geht er u.a. den Fragen nach: Was unter einer gerechten und solidarischen Gesundheitsversorgung verstanden werden kann. Welche Rolle die stark zunehmende soziale Ungleichheit beim Thema Gesundheit spielt. Wo gesellschafts- und gesundheitspolitische Präventionsmaßnahmen in Hinblick auf den großen Bereich chronischer Erkrankungen ansetzen könnten. Und wie sich die Gesundheitsversorgung durch die Einführung einer solidarischen Bürgerversicherung, die bereits heute auf die Zustimmung einer Bevölkerungsmehrheit stößt, grundlegend verbessern ließe.

Der Vortrag wurde auf einer gemeinsamen Veranstaltung von attac Kiel, ver.di Kiel-Plön und dem DGB KERN gehalten. Der Referent stellt neben den Folien seines Vortrags auch eine inhaltliche Kurzfassung zur Verfügung. Zum Thema liegt außerdem eine von ihm publizierte Langfassung in einer medizinischen Fachzeitschrift (Arzneimittel-, Therapie-Kritik & Medizin und Umwelt 2015; 3: 611-625) vor.

Jascha Jaworski

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