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Schulmeister zur europäischen Desintegration – ein Vortrag über den Tag hinaus

„Und die entscheidende Frage ist: Müssen sich jetzt ökonomische Systeme den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen anpassen oder müssen sie die Menschen sozusagen dem System anpassen. Das ist eine Grundfrage, und meiner Ansicht nach kann man Ökonomien immer so organisieren, dass sie einigermaßen […] den Bedürfnissen der Menschen entgegenkommen und nichts beweist das besser wie die Periode zwischen 1950 und etwa 1975, in Österreich sogar, würde ich sagen, dank Bruno Kreisky bis 1982/83. D.h., es ist natürlich möglich, den sozialen Zusammenhalt zu stärken, es ist natürlich möglich, Arbeitslosigkeit zu bekämpfen […]“

(Stephan Schulmeister, österreichischer Ökonom – Vortrag vor dem Katholischen Akademiker/innen Verband Österreichs, 21.11.2015)

Verwiesen sei hier auf einen Vortrag von Stephan Schulmeister von Ende 2015, der besonders in Anbetracht der zwischenzeitlichen Trendfortführung, was den Rechtsruck und die Zerfallsprozesse in Europa und den USA betrifft, gesellschaftliche Wesentlichkeiten anspricht, die zum Verständnis der politischen Entwicklungen leider allzu gern von den Etablierten aus dem politischen und medialen Mainstream ausgeblendet werden. Stephan Schulmeister behandelt Fragen rund um Identitätsbildung, ökonomisches Weltbild, Interessen und Machtverteilung und gehört damit zu jenen, die der jahrzehntelangen Entkoffeinierung durch den (nun brechenden) neoliberalen Konsens „von oben“ analytisches Handwerkszeug gegenüber stellen:

„Der Prozess der europäischen Desintegration“ (Stephan Schulmeister, Vortrag vor der KAVÖ, November 2015)

Seine Folien, die im Vortrag nicht dargestellt werden, jedoch anschauliches Material in Hinblick auf die makroökonomische Seite der Medaille enthalten, können hier abgerufen werden.

Jascha Jaworski

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