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No 303

„Ich saß am Tisch, wir hatten das Abendessen beendet und hatten gerade Dessert. Und wir hatten das schönste Stück Schokoladenkuchen, das Sie je gesehen haben. Und Präsident Xi [China] genoss es. Und mir wurde die Nachricht durch die Generäle überbracht, dass die Schiffe bereit und geladen sind, was also ist zu tun? Und wir entschlossen uns, es zu tun. So waren die Raketen auf ihrem Weg. Und ich sagte: Herr Präsident, lassen Sie mich Ihnen etwas erklären. Wir haben gerade 59 Raketen abgeschossen – von denen übrigens alle trafen, unbemannt, es ist unglaublich, es ist brillant, es ist genial. Unsere Technologie, unsere Ausrüstung ist besser als jede andere um den Faktor fünf. […] Nun, was passierte, als ich sagte, wir haben gerade 59 Raketen in Richtung Irak abgeschossen…
[Interviewerin:] In Richtung Syrien…
[Trump:] Ja, in Richtung Syrien. […]“

(Donald Trump über die Entscheidung zum völkerrechtswidrigen Angriff auf den Stützpunkt der syrischen Luftwaffe vom 7. April 2017, Interview im Fox Network, April 2017, Übers. Maskenfall)1

  1. Während Trump über den Schokoladenkuchen schwärmt, den er während seiner Entscheidung zum Völkerrechtsbruch genießen durfte, sei an den Kriegsjubel der ihn begleitenden Presse erinnert, die sein „Herz“ für die Kinderopfer des bislang unaufgeklärten Giftgaseinsates feierte, ebenso sei erinnert an die staatstragende Rechtfertigungsrhetorik der deutschen Bundesregierung. Willkommen in Absurdistan! []

Jascha Jaworski

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