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No 327

“Und das ist der Grund, warum ich so tief geehrt bin, heute hier mit Euch zu stehen, der transformierten Labour Partei des Jahres 2017. […]
Das Problem ist: In viel zu vielen Ländern ist es allein die extreme Rechte, die (gefälschten) ökonomischen Populismus in jener toxischen Kombination mit sehr echtem Rassismus anbietet. Ihr habt uns gezeigt, dass es einen anderen Weg gibt. Einen Weg, der die Sprache von Anstand und Gerechtigkeit spricht. Der die wahren verantwortlichen Kräfte benennt, egal wie mächtig sie sind. Und der furchtlos ist gegenüber jenen Ideen, von denen man uns erzählt hat, dass sie für alle Zeiten vergangen sind. So etwa die Umverteilung von Vermögen oder die Verstaatlichung von grundlegenden Leistungen der Daseinsvorsorge. Jetzt, dank Eurer Unerschrockenheit, wissen wir, dass dies nicht nur eine moralisch richtige Strategie ist, sondern auch eine Gewinnerstrategie. Es entfacht die Basis und belebt jene Wählerschaft, die lange Zeit zuvor aufgehört hat, überhaupt zu wählen. Wenn Ihr dies nun fortsetzt bis zur nächsten Wahl, werdet Ihr unschlagbar sein.”

(Naomi Klein, Autorin, Filmemacherin und soziale Aktivistin – Rede auf dem Parteikongress der Labour Partei, Brighton, 26.9.2017, Übers. Maskenfall)1

  1. Weitere Reden des Parteitags: Jeremy Corbyn, für die schriftliche Übersetzung einer gekürzten Version durch die Friedrich-Ebert-Stiftung siehe hier; Rede des designierten Finanzministers John McDonnell, der neben Maßnahmen zur Herstellung von sozialer Gerechtigkeit auch auf die geplante Modernisierung der Wirtschaft eingeht; kleine Rede von Dennis Skinner, dem unverwechselbaren Labour Urgestein, der mit seinen 85 Jahren daran erinnert, was sozialstaatliche Gestaltung bedeutet und wie unideologische Staatsausgaben funktionieren. []

Jascha Jaworski

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