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No 336

“Banker wie Morgen Stanley sollten nicht unser Land regieren, sie denken aber, dass sie dies tun. […]
Dies sind die gleichen Spekulanten und Spieler, die unsere Wirtschaft 2008 zum Einsturz gebracht haben und die wir dann retten mussten. Ihre Gier stürzte die Welt in die Krise und wir bezahlen noch immer den Preis dafür, weil die Konservativen das Nachspiel zur Finanzkrise nutzten, um unnötige und höchst schädliche Austerität durchzusetzen. Das bedeutete eine Krise in unseren öffentlichen Diensten, fallende Löhne und den langanhaltendsten Rückgang im Lebensstandard seit 60 Jahren. Krankenschwestern, Lehrerinnen, Ladenangestellte, Bauarbeiter, nun, beinahe jeder findet es schwieriger, über die Runden zu kommen, während im letzten Jahr Morgan Stanleys Geschäftsführer sich selbst 21,5 Millionen Pfund, sowie die Banken im Vereinigten Königreich 15 Milliarden Pfund als Bonus ausbezahlten. Labour ist eine wachsende Bewegung von mehr als einer halben Million Mitgliedern und eine Regierung in Wartestellung, die für die Vielen arbeiten wird. Wenn sie also sagen, dass wir eine Bedrohung sind, so liegen sie richtig. Wir sind eine Bedrohung für ein schädigendes und gescheitertes System, das manipuliert wurde, um den Wenigen zu dienen.”1

(Jeremy Corbyn, Vorsitzender der britischen Labour Partei – Replik auf die Warnung der Investmentbank Morgan Stanley vor einer labourgeführten Regierung, Offizieller Kanal von Jeremy Corbyn auf YouTube, 30.11.2017)2

  1. Übers. Maskenfall []
  2. Siehe dazu z.B. “Corbyn becoming PM is ‘worse threat to business than Brexit’, says bank”, The Guardian, 27.11.2017 []

Jascha Jaworski

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