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No 353

“Israelische Streitkräfte schießen bereits seit geraumer Zeit tödlich auf palästinensische Demonstranten in Gaza. Allein im Dezember 2017 – dem tödlichsten Monat im letzten Jahr – haben israelische Streitkräfte auf acht unbewaffnete palästinensische Demonstranten in Gaza geschossen und sie getötet. Die Ausweitung dieses rechtswidrigen Gebrauchs von scharfer Munition wird zweifellos die Todeszahl erhöhen. Dennoch scheint das vorhersagbare Ergebnis den israelischen Entscheidungsprozess bezüglich der Reaktion auf Demonstrationen in Gaza nicht beeinflusst zu haben, sowohl allgemein als auch spezifisch bei der Formulierung der Schießbefehle. […]
Offizielle israelische Stellungnahmen haben weder Bezug auf die aktuellen Gründe des Protests – die desaströse Realität in Gaza -, noch auf das Recht auf freien Protest genommen. Israel verfügt über den Einfluss, das Leben in Gaza sofort zum Besseren zu wenden, doch hat es sich entschieden, dies nicht zu tun. Es hat Gaza zu einem großen Gefängnis gemacht und verbietet den Gefangenen zugleich den Protest dagegen auszudrücken, unter Todesandrohung.”1

(B’Tselem – The Israeli Information Center for Human Rights in the Occupied Territories – Gaza not >>combat zone<<, shooting at demonstrators a crime, B’Tselem.org, 29.3.2018, Übers. Maskenfall)

  1. The Intercept hat Videos zu den Ereignissen zusammengestellt, die die Praxis, auf unbewaffnete Demonstranten ohne Not zu schießen, dokumentieren:  “Israel Opens Fire on Palestinian Protesters in Gaza; Trump Envoy Blames >>Hostile March<<“ []

Jascha Jaworski

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