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No 429

“Eines der Dinge an John Bolton, die ich für so wichtig halte, ist seine absolute, durchgängige Hingage zum Militarismus. Dies ist ein Mann, der niemals irgendwo an Diplomatie glaubte. […]
Ironischerweise – das passiert nicht sehr oft – hat Präsident Trump recht, mit der Art, wie er Boltons Rolle als einen Haupt-, nicht nur einen Haupt-Anfeuerer, sondern als jemanden beschreibt, der tatsächlich einige jener Dinge orchestrierte, die den US-Krieg gegen den Irak in 2003 ermöglichten. […]
Wir sollten jedoch sehr vorsichtig sein, so dass wir nicht zu der Annahme gelangen, dass Trump irgendwie eine auf Diplomatie basierende Außenpolitik vertritt. Trump verachtet Diplomatie – wirkliche Diplomatie – genauso wie Bolton. Der Unterschied ist, dass Trump in der Diplomatie einen Weg sieht, sich als großartiger Schauspieler zu profilieren, als der Anführer, der all diese Dinge möglich gemacht hat, die sonst niemand durchziehen konnte. >>Ich setzte einen Fuß auf Nordkorea. Ich habe dem nordkoreanischen Führer die Hand geschüttelt.<< Dies ist jene Art von Zirkus, die er durchzuführen in der Lage sein möchte. Das war die Grundlage dafür, dass die Taliban nach Camp David kommen sollten. Es ging nicht darum, dass es in den Verhandlungen ungelöste Probleme gab, von denen er glaubte, dass sie durch Gespräche in letzter Minute gelöst werden könnten. Es ging darum, dass er diese sehr dramatische, weltverändernde Zeremonie leiten wollte. Das ist also eine symbolische Ansammlung von Positionen.”

(Phyllis Bennis, Autorin und politische Kommentatorin – Will U.S. & Iran Resume Talks After John “Bomb Iran” Bolton Is Ousted as National Security Adviser?, Interview mit Democracy Now!, 12.9.2019, Übers. Maskenfall)

Jascha Jaworski

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