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No 452

“Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) verurteilt diesen fürchterlichen und hasserfüllten rechtsextremistischen Terroranschlag von Hanau aufs Schärfste.
In diesen Stunden sind unsere Gebete, Gedanken und Trauer bei den Opfern und Hinterbliebenen. Dies ist ein schrecklicher Tag für unser Land, für uns Muslime. Möge Gott unser Land vor dem Übel und den Übeltätern schützen.
Der Terorrist von Hanau mag vielleicht ein Einzeltäter gewesen sein, aber seine mörderische, rassistische Ideologie ist beileibe kein Einzelfall und steht nicht alleine dar, wie auch die erschreckenden Wahlergebnisse zeigen und wie Faschisten in rechtsradikalen Parteien in unserem Land beinah täglich beweisen. Mölln, Solingen, Rostock-Hoyerswerda, Marwa El-Sherbini, die NSU-Mordserie, Lübcke, Halle, ganz zu schweigen Christchurch, Oslo, Pittsburgh u.a. im internationalen Kontext, haben eine lange Blutspur auch in Deutschland hinterlassen.
Dazu sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman A. Mazyek heute in Berlin:
>>Diejenigen, die Muslimfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus weiterhin nicht klar benennen oder gar verharmlosen, machen sich mitschuldig an der blutigen Gewalt gegen Minderheiten und fördern den Faschismus in unserem Land. Leider fühlen sich rechtsradikale Terroristen durch die jahrzehntelange Untätigkeit der Politik und Sicherheitsbehörden hinsichtlich des Schutzes der deutschen Muslime und Minderheiten, in Folge der diffamierenden Berichterstattungen in den Medien über den Islam und Migranten, ermutigt derartig mörderische Taten zu verüben.<< […]

(Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. – ZMD zu dem Terroranschlag in Hanau, 20.2.2020)

Jascha Jaworski

Ein Kommentar

  1. Tja, da iss doch ‘was dran: 1) Alternative für Deutschland – yep, und was für ‘ne Alternative – und, Achtung: 2) das böse Internet.
    1) bereitet den Nährboden (“das wird man ja wohl noch sagen dürfen”) und 2) gebiert, u.a. sog. “Soziale” Netzwerke, z.B. Sachen wie Fatzebuck, Tor, Darknet & Co.
    Gegen 1) muss man mit einbinden, reden (bis der Arzt kommt) und mit argumentieren (das “alternative” Argument iss falsch weil hier, hier, hier … schon widerlegt und außerdem unlogisch und deshalb nicht anzunehmen, außerdem gibt’s keine Entürfe zu x, y und z …).
    Zu 2) ist zu sagen: Auftritt im Internet nur unter Klarnamen! Ob das gegen Sackerbörg hilft, weiß ich nicht (ich mach’ nix mit “Sozialen” Netzwerken, nix mit Äpps, Instagramm, WhatsApp & Co. [lebe trotzdem]), aber klar ist: Jeder der einen Namen rauskriegen will, kriegt ihn raus (IP-Adresse, Metadaten). Also: Warum nicht für jeden: Klarname (wie hier)! Das senkt die Temperatur, wetten!

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