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No 547

“Es geht ja wieder auf Weihnachten zu. Das ist eine Zeit, wo ich immer besonders niedergeschlagen bin – obwohl ich Weihnachten liebe – weil ich da die absolute Ausgrenzung sehe. In diesen Regelsätzen gibt es keinen Posten für Weihnachten und Geburtstage.”1

(Yaska K., Mensch im ALG-II Bezug –  Armut in der Pandemie – Der Paritätische Armutsbericht 2021, Der Paritätische Gesamtverband, Dezember 2021)

  1. Anm. JJ: Mein Wunsch für dieses Jahr ist, dass die Benachteiligsten hierzulande aus ihrem Schattendasein geführt werden. Ulrich Schneider weist zurecht daraufhin, dass es doch “deprimiert”, wenn ein Streit um die Sitzordnung im Bundestag mehr mediale Aufmerksamkeit erhält, als der Umstand, dass über 13 Millionen Menschen hierzulande in Armut leben. Eines Tages wird man auf die Tafeln als Ersatz für einen zivilisierten Sozialstaat, den Sanktionsfetisch als Ausdruck eines tiefsitzenden negativen Menschenbildes und die grotesken Verteilungsverhältnisse zurückblicken und es zwar technologisch aufgehübschtes, aber doch ethisch verlängertes Mittelalter nennen. []

Jascha Jaworski

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