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No 626

“>>Wir unterstützen die groß angelegten Rettungsversuche der Crew des im Atlantik vermissten U-Boots entschieden<<, sagte Giulia Messmer. Dennoch betonte die Sprecherin: >>Genau diese Reaktion, Menschen vor dem Ertrinken zu retten, fordern wir seit Jahren im Mittelmeer. Wir kritisieren, dass die gleichen Anstrengungen nicht für alle Menschen unternommen werden – egal wie viel Geld sie auf ihrem Bankkonto haben oder warum sie sich in Seenot befinden.<<
Sea-Watch kommt zu einem ernüchternden Urteil: >>Die aktuellen Geschehnisse zeigen eines glasklar: Der Schiffbruch vor Griechenland – wie auch unzählige andere zuvor – ist die unmittelbare Folge politischer Entscheidungen, die Menschen daran hindern sollen, in Europa anzukommen. Denn an Rettungskapazitäten scheint es nicht zu mangeln, wenn man sich die Rettungsversuche des verschollenen U-Boots im Atlantik anschaut.<<
Der Vorgang unterstreiche, wie sehr allgemeine Menschenrechte durch Rassismus untergraben würden. >>Weder der immense Unterschied in bereitgestellten Rettungskapazitäten, noch in medialer Berichterstattung, deuten darauf hin, dass dieser Grundsatz tatsächlich für jede Person gilt<<, betonte Sprecherin Messmer.”

(Max Müller, Journalist – Sea-Watch kritisiert zweierlei Maß bei Titanic-U-Boot Rettung: >>Gleiche Anstrengungen nicht für alle Menschen<<, Frankfurter Rundschau, 22.6.2023)

Jascha Jaworski

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