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Griechenland in freiem Fall – Stoppt die menschenfeindliche Krisenverwaltung!

Die Sorge um die von der Krise betroffenen Menschen in Griechenland lässt uns nicht los. Die unverantwortliche Kürzungspolitik in Europa, für dessen Durchsetzung die deutschen Regierung und ihre schamlosen Gefolgsleute von SPD und Grünen einen großen Anteil tragen, ist, nebn der Kriegsteilnahme in Jugoslawien und Afghanistan, eines der dunkelsten außenpolitische Kapitel der BRD.

Es gibt ohne das Verlassen des Austeritätskurses keine logische Begründung für eine Besserung der wirtschaftlichen Lage in Griechenland, das ist auch keine Frage von Zeit.

Der Euro wurde nicht für die europäische Einigung eingesetzt, sondern wurde vielmehr als Waffe gegen den Großteil der Menschen aus Irland, Griechenland, Spanien, Portugal  und Italien von der Troika im Namen der Superreichen und ihrer Funktionseliten eingesetzt. Dieses Video zeigt die Situation aus der Sicht der “Angreifer”:

Es muss  immer wieder erwähnt werden, dass Menschen, die in Griechenland arbeitslos werden, nur max. 12 Monate Arbeitslosenunterstützung erhalten, zur Zeit sind das nur 1/5 der 1,3 Mio Arbeitslosen. Fehlt ihnen diese Unterstützung so müssen sie auf das Glück hoffen, Familienmitglieder mit Arbeitsplatz oder solvente, großzügige Freunde zu haben. Über ein anzapfbares Vermögen verfügen ja zumindest 50% der griechischen Bevölkerung auch nicht und bei Anderen ist dies vielleicht schon ganz bald verbraucht. Alte, kranke, schwache, oder unterernährte Menschen und Kinder leben dazu in einem unterfinanzierten Gesundheitssystem in Lebensgefahr. Die Neugeborenensterblichkeit in Griechenland ist seit Krisenbeginn von 2,7 auf 3,8 pro 1000 angestiegen, Schulleiter schreiben besorgte Briefe wegen unterernährter Kinder1, alles Anzeichen, dass wir es tatsächlich mit absoluter Armut mitten in der Eurozone zu tun bekommen – ein Skandal!

Am letzten Mittwoch haben wir bei attac Kiel die Vorstellung eines Solidaritätsprojekt zum Aufbau einer kleinen Produktionsstätte für Fahrradrahmen in Trikala (Griechenland) mit Informationen zur Griechenlandkrise begleitet.

  1. Schulleiterin:“Vor einigen Tagen wurde ich von einer befreundeten Vorschullehrerin über das familiäre Drama informiert, das sich in ihrer Klasse abspielte und abspielt, den Anblick eines zum Skelett abgemagerten kleinen Jungen im Alter von 6 Jahren, der nach vielen Tagen seines Fehlens in einem elenden Zustand auftauchte. Abgemagert, kränklich, am ganzen Körper zitternd. Die Eltern des kleinen Jungen sind arbeitslos. Sie leben in einem Loch. Ihnen fehlt es sogar an Brot. Sie hungern im buchstäblichen Sinn des Wortes. Nachdem ich ihre Wohnung aufsuchte, stellte ich dies auch selbst fest. Es ist jedoch nicht nur dieser Junge, der unterernährt wird. Viele weitere Kinder, die in Schulen und Vorschulen – hauptsächlich des Zentrums von Trikala – den Unterricht besuchen, leben unter dramatischen Umständen… []

Johannes Stremme

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