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Vom menschlichen Verhalten zur abgehobenen Elite und ihren Einflüssen auf die Gesellschaft

Um einen Eindruck davon zu vermitteln, welches tendenzielle Streben Menschen an den höchsten Schaltstellen der Macht (vor allem Wirtschaftseliten) zu Grunde liegen könnte, werde ich an einem meinerseits entwickelten Modell1 zu erklären versuchen, was Menschen im Allgemeinen antreibt und welche Einflüsse und Entwicklungen ihr Verhalten prägen. Anschließend werde ich darlegen, auf welche Weise und aufgrund welcher Umstände ihr Denken & Streben selbst innerhalb einer Demokratie einen stark prägenden Einfluss auf die Politik ausüben kann.

Verhalten von Menschen in Bezug zu ihrer Umwelt

Der wichtigste Antrieb menschlichen Handelns ist es2, sich selbst und sein Handeln über das eigene Umfeld, das als Maßstab und Spiegel fungiert, wertzuschätzen3. Dabei sollte man jedoch auch berücksichtigen, dass man sich ebenso mit der Persönlichkeit sowie den Werten & Handlungen anderer Menschen identifizieren kann, wodurch gleichfalls die Möglichkeit entsteht, Anerkennung zu vermitteln und damit ebenso solche von anderen zu erhalten. Sobald ein Mensch aus seiner subjektiven Sicht über sein Wirken einen besonderen Erfolg in der Steigerung seines empfundenen eigenen Wertes erzielt hat – der durch Lob und die Anerkennung anderer abgeschwächt, verstärkt oder sogar herbeigeführt oder zunichte gemacht werden kann – empfindet er mehr oder weniger ausgeprägte Glücksgefühle, abhängig von der subjektiv empfundenen Stärke des Erfolgs. Da diese Gefühle nur kurzfristig anhalten, man sich ständig mit anderen Personen vergleicht und sich ebenso häufig gegenseitig unter Leistungsdruck setzt, fühlt man sich als Mensch immer wieder dazu animiert, neue Handlungen zu vollziehen, um die eigene subjektiv empfunde Wertschätzung im Vergleich mit anderen zu steigern oder zu halten. Diese wettbewerbsartigen Vergleiche finden immer im Zusammenhang mit dem individuellen Umfeld statt. Zu diesem Umfeld zählen insbesondere die Personen, zu denen man persönliche Kontakte hat. Der Versuch, sich in seinem Umfeld zu behaupten, verleitet Menschen allerdings auch oft zu Handlungen, die mit Risiken und Problemen verbunden sind, so dass sie ihrem direkten Umfeld, dritten und/oder sogar sich selbst schaden können4. In diesem Zusammenhang muss man auch die Theorie des angeblich rationalen Verhaltens von Menschen, die Befürworter einer sehr liberalen Marktwirtschaft gerne heranziehen, deutlich relativieren, weil vermeintliche Ansätze, um Erfolge zu erlangen, im Nachhein überwiegend negative Konsequenzen für den Handelnden haben können5.

Wie groß und von welcher Art ein Erfolg beim Steigern der eigenen Wertschätzung sein muss, damit ein Glücksgefühl entsteht, ist immer damit verbunden, was man selbst leisten und vertreten muss, um in seinem Umfeld aus subjektiver Sicht positiv herausstechen zu können. Dabei spielt es auch eine Rolle, welche Personen und sonstigen Umwelteinflüsse das Umfeld eines Menschen prägen, was natürlich ebenso durch den Ausgangspunkt und den Werdegang eines Individuums bestimmt ist6. Zudem gewöhnen sich Menschen schnell an Zustände, die sie durch ihr bisheriges Wirken erreicht haben7, so dass sie auch unabhängig von ihrem Umfeld Erfolge erzielen wollen, um sich immer wieder selbst das Gefühl zu geben, besondere Leistungen erzielen zu können. Je mehr bereits von einem selbst und dem Umfeld erreicht wurde, desto größer/besonderer muss zumeist der nächste Erfolg sein. Welchen Handlungsweg ein Mensch zum Erlangen von Glücksgefühlen anstreben möchte und/oder kann, hängt also von seinem Ausgangspunkt8, der Stärke und der Richtung seines Erfolgsstrebens9 sowie einer Mischung aus persönlichen Anstrengungen und zufälligen Umständen, die die Bahnen seiner Aktionen bestimmen, ab.

Der Weg zur Macht und seine prägenden Anforderungen

Da Macht über andere Personen nur eine von mehreren Möglichkeiten der persönlichen Profilierung ist, die in der Regel auch nur sehr mühsam erreicht und verteidigt werden kann, wird sie von den meisten Menschen nur in einem etwas mehr oder weniger kleinen Maße angestrebt, das ausreicht, um sich im eigenen Umfeld behaupten zu können. Einige Personen erlangen Macht manchmal auch nur, weil es ein Nebenprodukt ihres eigentlichen Ziels ist10. Andere versuchen bewusst Macht zu erlangen, weil sie sie zur Umsetzung eines bestimmten Erfolgsziels brauchen11 oder sie die Vergrößerung ihrer Macht selbst als Erfolg empfinden.

Je höher die Ebene, auf der ich Macht ausüben kann, auf desto mehr Personen kann ich einwirken, aber desto anonymer werden Personen, die von meinen Entscheidungen betroffen sind. Gleichzeitig steigt mit der Ebene der Macht auch der Fähigkeitsgrad der möglichen Konkurrenten12 und die mögliche Fallhöhe als Folge des beruflichen Scheiterns13, so dass man dazu angehalten ist, ein der Machterweiterung/-aufrechterhaltung so dienliches Verhalten wie möglich an den Tag zu legen. Dieses Verhalten, dessen Erfolg in großen einflussreichen Konzernen stark daran gemessen wird, wie sehr man den finanziellen Gewinn eines Unternehmes steigert, wird auch Handlungen beinhalten, die zunehmend negative Folgen auf mein berufliches Umfeld und die von mir „steuerbaren“ anonymen Personengruppen haben können. In vielen Fällen ist es zudem unvermeidlich, den Vorgaben der eigenen Vorgesetzten14 nachzukommen, um die eigene Machtposition zu schützen. Durch die steigende Anonymität der von Machtbefugnissen möglicherweise negativ Betroffenen und das wiederholte Ausführen solcher Handlungen, fällt es Menschen fortlaufend leichter, Handlungen mit schwerwiegenden gesellschaftlichen Konsequenzen durchzuführen, sie aber auch als Lösung von Problemen und Mittel für einen persönlichen Erfolg zu empfinden. Personen, die solche Machtpositionen besetzen oder besetzen wollen, müssen sich zudem in den meisten Fällen auf das erwähnte am Gewinn orientierte Handeln einstellen und einlassen, so dass Vorstände und Manager aus Unternehmen in der Regel gar nicht der Typ Mensch sein können, der sich besonders an ethisch-moralische Wertevorstellungen hält. Hier kommen jedoch auch wieder die zuvor genannten Faktoren aus dem privaten Umfeld und Werdegang ins Spiel, um genau ermitteln zu können, in welcher Weise jemand von einer beruflichen Laufbahn geprägt wird und Machtbefugnisse einsetzt.

Abgehobene Zielvorstellungen & Machtkämpfe von Eliten

Mit zunehmender Größe einer Organisationsstruktur nimmt auch die Macht der höchsten Vorgesetzten zu. Da viel Macht zumeist mit einem besonders langen und prägenden Weg (oder einem priviligierten Augangspunkt, der diese Person schon vom Kindesalter an mit den Voraussetzungen für Macht vertraut gemacht hat) hin zu dieser Machtstellung verbunden ist, und das gewöhnliche Ziel von Personen an hohen Schaltstellen – das Maximieren der Macht oder des Profits – keinen großen Karrierespielraum für Personen mit ausgeprägter Nächstenliebe zulässt, empfinden viele hochrangige Entscheidungsträger gegenüber vielen gesellschaftlich äußerst bedenklichen Veränderungen geringere Hemmschwellen, oder fordern/begrüßen sogar solche Veränderungen, weil sie es durch ihr Umfeld und ihre Prägung gewohnt sind, Entscheidungen zu Lasten anderer zu treffen, um sich selbst, aber auch ihre Organisation, voranzubringen15. Menschen, die einen Großteil ihrer persönlichen Glücksgefühle über den Erfolg auf einer hohen Machtebene erleben, versuchen – trotz ihrer bereits hohen Position – in vielen Fällen immer höhere Ziele zu formulieren, um sich selbst bei zunehmendem Erfolg noch zufriedenstellen zu können. Der Drang nach immer mehr Macht kann aus der Sicht des Einzelnen unter Umständen kein Ende mehr nehmen, wenn man sich ersteinmal in ihn hineingesteigert hat.

Egal, ob es sich bei diesen mächtigen Personen um Unternehmer, Herrscherfamilien oder Militärs handelt, sie stehen (oder standen) immer in einer gewissen Konkurrenz um politische und/oder wirtschaftliche Macht zueinander, bei der zunehmend, abhängig von den von diesen Personen angestrebten Erfolgszielen, auch erwähnte harte Maßnahmen aus dem Pool der eigenen Macht ergriffen werden müssen, um sich gegenüber den anderen durchzusetzen und/oder sie auszuschalten. Dies führt dazu, dass sich alle Macht im Laufe der Zeit durch den ununterbrochenen Wettkampf immer stärker in den Händen weniger konzentrieren kann, wenn es keine effektiven staatlichen oder internationalen Mechanismen/Regeln gibt, um diese Machtbündelung zu verhindern16. Da der Staat jedoch eigentlich eine Erfindung von einzelnen Privatmächten ist, um eine herausgehobene Stellung und die Handlungsfähigkeit gegenüber Konkurrenten im eigenen Herrschaftsgebiet abzusichern17, muss die Macht in einem Staat für eine Machtbegrenzung zuerst einmal von einer Privatmacht auf eine Vielzahl von Personen übergehen, die mit ihrer neu gewonnen staatlichen Macht eine erneute Machtzunahme einzelner Akteure unterbinden wollen. Dies erklärt auch, warum es vor dem Entstehen der ersten beständigen demokratischen Strukturen fast nur autoritäre Herrscher oder Herrscherfamilien gab, und sich andererseits auch die Macht in der Wirtschaft – ohne ausreichend konsequente Eingriffe eines Staates18 – zunehmend in den Händen einer immer kleineren Anzahl von Konzernen befindet. Dies muss aber nicht automatisch bedeuten, dass sich Macht irgendwann in der Hand einer nur sehr kleinen Gruppe dauerhaft konzentrieren kann, da es auch immer zu Sondereffekten wie beispielsweise durch menschliche Fehler, Zufälle, Streitigkeiten zuvor kooperierender mächtiger Personen und/oder Todesfälle mit einer folgenden Aufteilung des Erbes kommen kann.

Beeinflussung der Gesellschaft über Lobbyismus & Ideologie

Ein durch private Machtinteressen geprägtes Verhalten von Menschen kann sich jedoch selbst in einem demokratischen Staat mit regulierter Machtzunahme durchsetzen. Die Politiker, die von dem Volk gewählt wurden, sollten natürlich eigentlich immer versuchen, wichtige Machtinstrumente und das ökonomische Gefüge im Sinne des Volkes zu kontrollieren. Sind die Politiker jedoch nicht kompetent genug19, um eine Wirtschaftspolitik zum Wohle der Bürger zu etablieren, oder lassen sie sich allgemein zu leicht verführen20, dann nutzen privatwirtschaftliche Akteure diese Schwächen aus, so dass der Staat bewusst und/oder unbewusst damit beginnt, die Interessen der Privatwirtschaft zu Lasten der Allgemeinheit durchzusetzen21. Profitinteressen und das Streben des Einzelnen nach immer weiteren Erfolgen/Glücksgefühlen sind für die Wirtschaft als Ganzes in einem regulierten Maße absolut sinnvoll, um Wertschöpfungsprozesse zu schaffen und zu optimieren, treiben mächtige Personen aber teilweise dazu, ihr einzelwirtschaftliches Denken22 auch für gesellschaftliche/gesamtwirtschaftliche Probleme richtig zu halten. Ihre Vorstellungen verbreiten sich deshalb auch ohne finanziellen/geschäftlichen Hintergrund leicht in ihrem privaten/geschäftlichem Umfeld oder über Medien, Organisationen & Veranstaltungen in bzw. auf denen sie präsent sind. In jedem Fall ist aus der Sicht eines gewinnorientierten Unternehmens/Managers der Anreiz hoch, über seine umfangreichen finanziellen Ressourcen23 oder persönliche Kontakte24 lobbyistischen Druck auf mächtige Ebenen wie die Politik (Siehe Deutschland, EU oder USA), die Wissenschaft (Frontal21-Beispiel) und die Medien (ZAPP-Beitrag) auszuüben. Beeinflusste Wissenschaftler und Jounalisten, die die Privatwirtschaft zuvor absichtlich oder über Nebeneffekte für die eigene wirtschaftsliberale Seite gewinnen konnte, können dann wiederum so auf Politiker einwirken, dass bei ihnen das Bild einer sachlich fundierten sowie öffentlich legitimierten Notwendigkeit an wirtschaftliberalen Reformen entsteht. In diesem Fall ist keine Absprache zwischen Unternehmen notwendig, auch wenn Unternehmen in einigen Fällen einen hohen Anreiz haben, zusammenzuarbeiten. Eine umfassende Absprache ist nicht unbedingt realistisch, da die Konkurrenz auf den Absatzmärkten recht hoch ist. Dafür können schon die individuellen Gewinninteressen einiger mächtiger Unternehmen eine ausreichende Wirkung entfalten, besonders auch deshalb, weil sie sich in vielen Fällen eindeutig überschneiden25. Trotzdem haben Konzerne nicht selten den Anreiz, gemeinsam die gleichen Lobbyinstitutionen zu finanzieren, wie man es bei Think tanks (z. B. Council on foreign Relations, Chatham House, Deutsche Gesellschaft für auswärtige Politik & die Atlantik-Brücke), Arbeitgeberverbänden, wirtschaftsnahen Stiftungen sowie Wirtschaftsinstituten beobachten kann. Dadurch entstehen natürlich auch gute private und geschäftliche Kontakte zwischen verschiedenen Unternehmen, und damit verbunden unter Umständen auch konzernübergreifende Verhaltens-Automatismen, sobald aus privatwirtschaftlicher Sicht unerwünschte Reformen angestoßen werden. Natürlich darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass sich Politk, Wissenschaft und Medien auch auf verschiedene Arten gegenseitig beeinflussen können, unabhängig davon, ob sie zuvor von der Wirtschaft beeinflusst wurden26.

Je größer der Einfluss auf das Denken der die öffentliche Meinung prägenden Institutionen aus Politik, Medien und Wissenschaft ist, desto stärker wird auch die demokratische Kontrolle durch die Wähler ausgehebelt, weil die Wähler nicht nur immer seltener elementare Informationen erhalten, sondern auch in einem nicht unerheblichen Maße – bewusst und unbewusst – falsch unterrichtet werden, so dass sie die Politik nicht mehr effektiv in ihrem Sinne beeinflussen können. Bürger gehen teilweise sogar dazu über, selbst Denkmuster und mit den wirtschaftlichen Reformen verbundene Lebensstile zu übernehmen, die ihren eigentlichen politischen Zielvorstellungen zuwiderlaufen. Darüber hinaus besitzen die allermeisten Bürger nur selten die Motivation, sich selbstständig in komplexe wirtschaftliche und politische Zusammenhänge hineinzuarbeiten27. Die wenigen engagierten Personen, die sich trotzdem diesen Themen widmen sollten, müssen erst einmal in einem aufwändigen Verfahren stichhaltiges Wissen sammeln28, und eine weitreichende politische Plattform finden, auf der sie dieses Wissen verbreiten können. Insbesondere Letzteres ist für einfache Bürger jedoch sehr schwierig29. Rekrutieren die Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien zunehmend Personal aus der beeinflussten Öffentlichkeit, wobei sie vermutlich auch eher solche Personen auswählen, die ihre eigene Meinung vertreten, wird sich auch das Denken der nächsten Generation nicht automatisch wieder rückbesinnen, sondern eher verfestigen oder sogar verstärken. Das Verhalten der Wirtschafteliten und ihre Möglichkeiten, auf wichtige Institutionen der Öffentlichkeit – und damit auf die in der Bevölkerung vorhandenen Ideologien – Einfluss zu üben30, spielen also eine entscheidende Rolle dabei, inwiefern eine Demokratie das Gemeinwohl einer Gesellschaft sicherstellen kann. Da demokratisch gewählte Abgeordnete sich vermutlich nicht dazu überzeugen lassen werden, die wichtigsten rechtlichen Standards und Kontrollfunktionen in einer Demokratie außer Kraft zu setzen, weil sie die Vorteile des Rechtssystems und mögliche schädliche Folgen seiner Abschaffung leicht wertschätzen können, hat die Privatwirtschaft nur einen begrenzten Einfluss auf elementare innenpolitische demokratische Strukturen31. Wirtschaftspolitische Ansätze, die zu einer falschen Spar- und Schuldenlogik, einem Rückzug des Staates, niedrigen Löhne und Arbeitslosigkeit führen, sind im Falle einer ausufernden Einflussnahme mächtiger privatwirtschaftlicher Akteure in einem gewissen Umfang allerdings unvermeidbar und nur schwer korrigierbar. Ohne einen schweren Schock32, der sich deutlich von einem schleichenden Prozess abhebt, der von den Massenmedien transportiert wird und der der breiten Öffentlichkeit unmittelbar vor Augen führt, dass der bisherige Kurs gescheitert ist, wird man wohl eher nicht die nötige Einsicht sowie Motivation mobilisieren können, um dem starken Einfluss abgehobener privatwirtschaftlicher Interessen auf das Denken in einer Demokratie begegnen zu können33.

In Bezug zu dem zu letzt genannten Zusammenhang wird auch klar, warum die Akzeptanz der Deutschen gegenüber der Agenda 2010 zugenommen hat, während auch die Politik Angela Merkels, trotz Befürwortung schwerwiegender „Reformen“ zunehmend positiv bewertet wird. Die gute deutsche Bewältigung der Finanzkrise (verstärkt durch politische und mediale Propaganda) hat den Menschen den oberflächlichen Eindruck vermittelt, dass wirtschaftsliberale Reformen und Einschnitte in die sozialen Systeme Arbeit schaffen. Die tiefergründigen tatsächlich damit verbundenen Beschäftigungs-Effekte und Vermögens-Risiken werden nicht hinterfragt, insofern die eigene oder die aktuelle, oberflächlich empfundene Gesamtsituation nicht zu einem tiefergehenden Hinterfragen anregen. Solange gesellschaftliche Probleme/Risiken oder ihre Ursachen von der breiten Öffentlichkeit einer Demokratie nicht wahrgenommen/verstanden werden können, bleiben sie bestehen.

Außenpolitik im Interesse privater Mächte

Private Interessen können sich auf der Basis beeinflussbarer Politiker ebenfalls stark nach Außen hin durchsetzen, sobald international aufgestellte Konzerne ein hohes Interesse an geopolitischen Handlungen des Staates entwickeln. Der Staat wird Wettkämpfe zwischen Unternehmen des eigenen Landes möglicherweise gutheißen und sich im Normalfall nicht in diese einmischen, aber ist in vielen Fällen durchaus bereit, seinen Konzernen Vorteile gegenüber Unternehmen anderer Nationen zu verschaffen, Wertschöpfungsketten und Ressourcen zu sichern, Möglichkeiten zu eröffenen, um eigene Unternehmen an bisher wirtschaftlich geschützten Märkten anderer Nationen teilhaben zu lassen und eventuell noch Einiges weitere (Siehe z.B. Freihandelsabkommen). Zumeist fällt es Konzernen relativ leicht, diese Bedürfnisse in eine demokratische Außenpolitik zu implementieren, und die Ziele der Außenpolitik im Großen und Ganzen zu dominieren (Siehe Beteiligte/Unterstützer der Münchner Sicherheitskonferenz), da der durchschnittliche Bürger gegenüber dem Ausland nur bescheidene Forderung stellt, die in der Regel gewährleistet werden, und auch normalerweise nicht zur Debatte stehen 34. Mehrere große Unternehmen eines Staates können daher aufgrund ähnlicher Gewinninteressen – wiederum vollkommen unabhängig voneinander und ohne gegenseitige Absprache – politische Akteure in die gleichen interventionischten Bahnen treiben. Regierungen sowie ihre Institutionen ließen sich im Falle eines starken Druckes/Einflusses der Unternehmen und/oder einer Verankerung entsprechenden Gedankengutes sogar zu einem Automatismus verleiten, der die Außenpolitik im Allgemeinen sehr stark an die Interessen privatwirtschaftlicher Akteure knüpft. Dabei wird es sehr wahrscheinlich wiederum zu Interessenskonflikten mit anderen Staaten kommen, wodurch das Niveau der Inkaufnahme von Risiken bei der Umsetzung eigener Interessen – als Folge eines Wettkampfes – kritische Ausmaße annehmen kann. Größere soziale Verwerfungen oder anderweitige gesellschaftliche, wirtschaftliche oder diplomatische Gefahren sind daher unter Umständen für Konzerne & Politik hinnehmbar. Die als Konsequenzen solcher Interventionen resultierenden Einflüsse auf andere Staaten können dann wiederum als Verstärker oder Auslöser für eine zunehmende Verankerung der privatwirtschaftlichen Ideologie (einer nicht auszuschließenden folgenden Abwärtsspirale inbegriffen) in den betroffenen Ländern fungieren.

In diesem Kontext wird auch deutlich, warum Menschenrechte keine große Rolle in der demokratischen Außenpolitik spielen sollten. Möglicherweise wird sogar bewusst ein Abbau von Bürgerrechten im Ausland vorangetrieben. Unter der einfachen Bevölkerung würden sicherlich die allermeisten Menschen Rechte für Bürger im Ausland begrüßen, aber nur sehr wenige setzen sich dafür aktiv ein. Die Einflüsterer aus der Wirtschaft hingegen sehen in Menschenrechten eher Probleme, weil sie es den Bürgern im Ausland ermöglichen, die Bürgerinteressen gegenüber den Wirtschaftsinteressen durchzusetzen. Wieso sollten Konzerne das Risiko in Kauf nehmen, durch freie Medien, Eigentumsrechte, Arbeitsrechte und Umweltschutz ihre Gewinnmargen zu gefährden? Wahrscheinlicher ist es, dass sie die Rechtslage lieber zu ihren Gunsten ändern möchten.

  1. Es handelt sich um eigene Beobachtungen, die ich mit einigen elementaren psychologischen/soziologischen Erkenntnissen kombiniert habe. Ich erhebe keinen Anspruch auf eine wissenschaftliche Korrektheit meiner Ausführungen. Zudem möchte ich darauf hinweisen, dass es sich bei der Thematik um ein zum Teil doch sehr unterschiedlich betrachtbares Themengebiet handelt, so dass ich nicht ausschließen kann, bei einigen Lesern auf Widerspruch zu treffen. Sachliche Kritik ist ausdrücklich erwünscht! []
  2. Physische Grundbedürfnisse wie weitgehende Gesundheit und ausreichende Ernährung werden selbstverständlich als elementare Voraussetzung dieses Antriebes betrachtet. []
  3. Eine Wertschätzung kann in Bezug zu vergleichbaren Themen stattfinden, aber auch in der Hinsicht, dass man sich mit etwas Besonderem hervortut, das andere, die soetwas wertschätzen, aber weniger gut beherrschen, beeindruckt. Solche Vergleiche können auf materiellen, körperlichen, kognitiven oder sozialen Ebenen ausgetragen werden. Man kann sich entweder als Einzelperson oder in einer Gruppe gegenüber einer Einzelperson oder einer anderen Gruppe hervortun. Ebenso ist es möglich, sich mit den Erfolgen anderer Menschen oder allgemein angesehenen Menschen zu identifizieren, und sich mit deren Erfolgen zu identifizieren, wenn man diese aus subjektiver Sicht schätzt (z.B. Freunde, Prominente oder „sympathische“ Menschen aus dem Umfeld). Aus solchen Antrieben heraus entstehende positive Reaktionen anderer Menschen auf das eigene Verhalten ermöglichen wiederum erst den Antrieb zur Hebung der eigenen Wertschätzung. Ein Vergleich mit anderen kann aktiv (ein bewusstes Sprechen über etwas, ein offensichtlicher Wettkampf…) oder passiv (z. B. eine Wahrnehmung, durch die man sich möglicherweise überlegen fühlt) ausgetragen werden. Meistens findet ein friedfertiger Austausch/Vergleich statt, bei dem man zu seinen Mitmenschen zumeist freundliche Beziehungen aufrechterhält. Zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung kommt es in der Regel nur im Falle eines heftigen Interessenkonflikts. []
  4. Zu gefährlichen Handlungen kommt es vor allem dann, wenn Menschen…

    …die Konsequenzen ihres Handelns nicht kennen.

    …Auswirkungen nicht richtig empfinden können oder kurzzeitig ausblenden, so dass sie aus Gier nach Glücksgefühlen hohe Risiken eingehen.

    …ihren Status, wichtige Lebensgewohnheiten, bedeutende Personen ihres Umfeldes oder ihre Existenz bedroht sehen.

    …bewusst Handlungen zu Lasten anderer durchführen, weil sie dadurch Glücksgefühle empfinden, aber keine sicheren Konsequenzen fürchten. []

  5. Negative Wirkungen für  den Akteur selbst können beispielsweise auch aus Gegenreaktionen anderer entstehen, falls man versuchen sollte, aus Aktionen zum eindeutigen Nachteil anderer Profit zu schlagen. []
  6. Siehe das Buch von Michael Hartmann, „Soziale Ungleichheit – Kein Thema für die Eliten?“ []
  7. So freut man sich als Einsteiger einer bestimmten Sache beispielsweise über sehr kleine Erfolge, während ein Profi ein gewisses Mindestniveau erreichen muss, damit er zufrieden ist. []
  8. Materieller Wohlstand, Normen, Werte und Bildungsstand seines Umfeldes sowie zum Teil genetische/körperliche Veranlagungen sind hier zu nennen. []
  9. Inwiefern verändert sich das Umfeld und der materielle Lebensstandard durch die Erfolge, die man erzielt []
  10. Macht kann zum Beispiel das Nebenprodukt eines idealistischen und ehrgeizigen Unternehmers sein, der innerhalb eines Landes Einfluss gewinnt, weil er eine bedeutende Innovation erfolgreich umgesetzt hat. Auch ein General, der nur den Ruhm eines Sieges ernten möchte, kann nebenher mächtiger werden []
  11. Als Mittel zum Zweck wird Macht vor allem von Politikern angestrebt, die die Gesellschaft nach Vorstellungen formen möchten, von denen sie glauben, dass sie dafür eine aus subjektiver Sicht besondere Anerkennung bekommen. Auch Unternehmer und Militärs könnten bewusst nach Macht streben, um andere und/oder besondere Erfolge auf einer ihnen wichtigeren Ebene erzielen zu können. []
  12. Auf hohen Ebenen wirken schließlich überwiegend nur sehr durchsetzungsfähige und an einem Machthinzugewinn interessierte Personen mit. Konkurrenten können Unternehmer mit ähnlichen Güterangeboten, Vorgesetzte, deren Position man gerne hätte, Anwärter auf den eigenen Posten oder auf eine bestimmte Art ähnlich starke Personen, die mich verdrängen können, sein. []
  13. Wer bereits viel Zeit in etwas investiert hat und bisher relativ erfolgreich damit war, wird nur in eher seltenen Fällen das bisher Erreichte aufgeben, nur weil er Handlungen durchführen muss, die er für moralisch kritisch hält. Für viele Menschen, die hohe Machtpositionen inne haben, ist die eigene Karriere oft doch eher wichtiger, als immer moralisch korrekt zu handeln. []
  14. Diese Vorgesetzten gibt es nahezu auf allen Ebenen, die viel Macht in der Gesellschaft ausüben können. Dazu zählen vor allem große Unternehmen, das Militär und politische Parteien. Politische Parteien mit einem hohen Maß an Basisdemokratie können jedoch die Handlungen ihrer Vorgesetzten kontrollieren, so dass die höchste Machtebene zumeist nur der Stellvertreter der untersten Ebene ist. Dies hängt allerdings auch mit den Informationen der Basis zusammen, mit denen sie die Vertreter und ihr Verhalten beurteilen können. In Unternehmen, die nicht einem demokratischem Staat gehören, ist der Vorgesetzte eigentlich immer mächtiger, als die unter ihm stehende Ebene. Mächtige Personen aus der Wirtschaft können ihre Vorstellungen also an den unter ihnen stehenden Personen und über ihre Unternehmenspolitik recht umfangreich ausleben. []
  15. Siehe erneut -> Michael Hartmann, „Soziale Ungleichheit – Kein Thema für die Eliten?“ []
  16. Wie zum Beispiel Kartellämter, um den Wettbewerb in einer Marktwirtschaft aufrechtzuerhalten, oder diplomatische Abkommen und Bündnisse, um den Machtzwachs eines einzelnen expandierenden Staates zu verhindern. []
  17. Der Staat ist historisch aus einer von der jeweils stärksten regionalen Privatmacht erschaffenen Ordnung hervorgegangen. Damit ist der Staat also automatisch der mächtigste Akteur einer Region. Anarchie kann aus diesem Grund niemals ein Dauerzustand sein. Sie ist ein chaotischer Übergangsprozess, weil es immer nur eine Frage der Zeit ist, bis ein kollabierter Staat durch die Ordnung einer neuen Privatmacht ersetzt wird. Dabei kann es jedoch zu einer Zerplitterung des bisherigen Herrschaftsgebiets kommen. []
  18. Solche Eingriffe könnten vor allem über Verstaatlichung von privaten Monopolen oder ein Kartellamt durchgeführt werden. Auch ein Eintritt mächtiger ausländischer Unternehmen in den eigenen Markt kann regulatorisch beschränkt werden. []
  19. Dies kann sich neben verschiedenen direkten und indirekten ideologischen Einflüssen auch aus der knappen Zeit für Recherchen ergeben. Zeitmangel entsteht nicht zuletzt dadurch, dass Abgeordnete einen sehr ausgefüllten Tagesablauf  haben, in dem Recherche nur bedingt vorgesehen ist. []
  20. Die Beeinflussbarkeit von Politikern gegenüber starken privatwirtschlichen Ideologien steigt, wenn führende Politiker der Partei selbst höherrangige privatwirtschaftliche Hintergründe haben, oder weil sich durch innerparteiliche Machtkämpfe ebenfalls eher Personen mit einer verringerten Selbstverpflichtung gegenüber ethisch-moralischen Werten durchgesetzt haben. []
  21. Da ein stabiler Staat, der nicht von Innen oder Außen militärisch bedroht wird, ein sicheres Gewaltmonopol besitzt, sind die Privatmächte, die ihn beeinflussen oder in Konkurrenz zu ihm stehen, nur wirtschaftlicher Natur. In einer Demokratie werden Machtkämpfe daher zumeist – direkt und indirekt – um die Verteilung des durch die wirtschaftliche Wertschöpfung hervorgebrachten materiellen Reichstums geführt. Dieser Streit findet einerseits zwischen der wählenden Bevölkerungsmehrheit und den die gewählten Politiker beeinflussenden reichen privatwirtschaftlichen Akteuren statt. Aus diesem Grund sind starke privatwirtschaftliche Interessenvertreter die natürlichen Feinde der demokratischen Wähler. Doch auch innerhalb der konkurrierenden Gruppen selbst gibt es Konflikte, so dass sich weder die Bevölkerung, noch andere Machtgruppen, besonders leicht auf bestimmte Ziele einigen können. []
  22. Einzelwirtschaftliches Denken liegt nun einmal unternehmerischen Entscheidungen zu Grunde und kann auch dem einfachen, eher auf den eigenen Nutzen ausgerichteten Bürger von Natur aus leichter vermittelt werden. []
  23. Zur Lobbyarbeit zählen neben offiziellen Lobbyisten auch „Think tanks“, Werbeverträge mit Zeitungen, Drittmittelfinanzierungen bei Universitäten und Einiges mehr. []
  24. Private Beziehungen mit wichtigen Personen aus der Wirtschaft gehen viele Personen aus den Medien, der Wissenschaft oder der Politik gerne freiwillig ein, da Wirtschaftseliten oft eine große Wirtschaftskompetenz zugesprochen wird, man gute Karrierechancen mit einer Kooperation entwickeln kann oder die Nähe zu reichen Personen als angenehm empfunden wird. Durch solche Einflussnahmen tritt auch häufig der sogenannte „Drehtüreffekt“ ein, bei dem hohe Personen aus der Wirtschaft oft kurzweilig ein politisches Amt bekleiden, und später wieder in die Wirtschaft wechseln. Mitarbeiter und Leiter von wichtigen politischen Ämtern arbeiten so zunehmend im Sinne von Unternehmen. []
  25. Das Senken von Steuern, Druck auf die Arbeitnehmer oder der Abbau von Regulierungen und bürokratischen Kosten ist bei den meisten Arbeitgebern sehr gefragt, ganz unabhängig davon, wie stark sie untereinander im Wettbewerb stehen. []
  26. Vor allem in Diktaturen oder allgemein eher autoritären Regimen wird es die Politik sein, die Medien und Wissenschaft beinflusst. []
  27. Dies ergibt sich aus den vielen Möglichkeiten, die Menschen haben, um ihre Freizeit zu gestalten. Sich Wissen für eine Karriere als seriöser Politiker anzueignen, ist schließlich fast ausschließlich durch einen Verzicht auf Freizeit möglich. Die meisten Menschen konzentrieren sich in ihrer Freizeit auf wenige dieser Möglichkeiten, da sie durch Spezialisierung in diesen einzelnen Themen vor allem besser sein können. Dafür vernachlässigen sie dann viele potenzielle Beschäftigungsoptionen, so dass sich effektiv nur ein Bruchteil der Menschen umfassend mit Politik oder gesamtgesellschaftlichen Themen auseinandersetzt. Des Weiteren kann ein ausgeprägtes politisches Engagement leicht zu unangenehmen Meinungsverschiedenheiten mit dem eigenen Umfeld beitragen, während auch ein offensichtlich starkes Engagement für arbeitnehmerfreundlicher Politik bei Arbeitgebern nicht selten Misstrauen hervorruft, das viele Arbeitnehmer gerne meiden wollen. []
  28. Das Sammeln dieses Wissens wird infolge der verschiedenen privatwirtschaftlichen Einflüsse auf Medien wiederum erschwert. []
  29. Wer seine Inhalte politisch vermitteln will, muss sich einerseits mit zeitaufwändigen Formen des Auftretens und der Rhetorik befassen, jedoch auch genügend Kapital & Kontakte mobilisieren, um die Aufmerksamkeit auf sich zu richten. All dies erschwert den Aufstieg junger aufgeklärter Politiker und/oder Parteien. []
  30. Diese Möglichkeiten könnten durch eine Demokratie sicherlich auch beschränkt werden, wenn die aus einer privatwirtschaftlichen Einflussnahme resultierenden Probleme von ausreichend vielen politischen Entscheidungsträger erkannt und als entsprechend  schädlich eingestuft werden. Beispiele für Maßnahmen wären ein aufklärendes Bildungssystem, unabhängige qualitativ hochwertige öffentliche Medien, Begrenzung von privaten Drittmitteln für Universitäten (besonders bei gesellschaftlichen Studiengängen wie der Volkswirtschaftslehre), starke Wettbewerbspolitik, eine Begrenzung von Spenden, Lobbyregister, Transparenz politischer Institutionen, Unabhängigkeit politischer Institutionen von Mitarbeitern privater Unternehmen, Begrenzung der Nebentätigkeiten von Abgeordneten und Professoren, Verstaatlichung von einflussreichen Privatunternehmen &  Aktiengesellschaften, strikte Regeln für einen Wechsel von Politikern in die Wirtschaft, etc.. []
  31. Die Privatwirtschaft hat zudem ebenfalls ein großes Interesse daran, dass Stabilität, Recht und Ordnung im eigenen Land gewahrt bleiben, da Gewalt und revolutionäre Umstände ihren Sachvermögensbesitz durchaus bedrohen könnten. []
  32. Zum Beispiel schwere Wirtschaftskrisen, Umweltschäden, Naturkatastrophen, eine bedrohliche privatwirtschaftlicher Monopol-Macht oder ein anderer gefährlicher Umstand. []
  33. Solche Schocks dürfen aber nicht dazu führen, dass die Menschen in einzelwirtschaftliche Auseinandersetzungen um elementare Bedürfnisse gedrängt werden. Solche Kämpfe würden Chaos stiften und den Drang der Menschen nach politischen Veränderungen wahrscheinlich stark konterkarieren. []
  34. Die „Bescheidenheit“ ergibt sich daraus, dass ein demokratischer Wähler seine Einnahmen gewöhnlich aus nur einem Arbeitnehmerverhältnis bezieht, das er entweder im In- oder Ausland ausüben muss. Dadurch sind seine außenpolitischen Bedürfnisse vor allem Frieden, Tourismus und eine Option zur Auswanderung. Ein Arbeitgeber kann allerdings seine inländischen Profite um ausländische erweitern kann, indem er Marktanteile oder Besitz im Ausland erwirbt, wodurch er ständig das Interesse hat, diese Bedürfnisse an die Politik heranzutragen. Teilweise haben jedoch sogar die demokratischen Wähler innerhalb eines Landes selbst das Bedürfnis, ihre Interessen oder die Interessen ihrer Unternehmen den Interessen des Auslandes vorzuziehen. Dies könnte zum Beispiel bei der Rohstoffversorgung, die neben Erdöl sowie -gas auch grundlegene Güter wie Wasser und Nahrungsmittel mit einschließt, der Fall sein. []

Jochen Schölermann

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