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Maskenfall in eigener Sache

Da für die nächsten drei Wochen einer jener Maskenfallautoren, die zu den eifrigeren Beitragslieferanten gehören, aufgrund von Reisetätigkeit in entferntere Regionen, in denen die Internetinfrastruktur bislang noch im Aufbau ist, abspenstig sein wird, wird sich Maskenfall bis zum 17. Oktober etwas in seiner Veröffentlichungsarbeit einschränken. Wir hoffen, dass die Leser*innen uns weiterhin gewogen bleiben. Sowohl die Zitate zum Sonntag, als auch die neu angelaufene Politrentner Paul Serie wird fortgeführt werden. Außerdem wird auch weiterhin der eine oder andere Beitrag zu erwarten sein.

Ich ermuntere für diese Zeit dazu, auch in älteren Beiträgen ein wenig zu stöbern, deren Anliegen es ist, Hintergrundwissen zu teilen, schließlich besteht die Hauptquelle von Propaganda in unserer Zeit des postaufgeklärten Illusionstheaters darin, politisch-gesellschaftliche Geschehnisse soweit zu zerbröseln, dass sie sich gegenüber Widersprüchlichkeiten, Falschaussagen und Lügen maximal gutmütig verhalten.

Hierbei wären zahlreiche Felder herauszugreifen. Drei besonders akute sind jedoch in der Eurokrise, der Ukraine-Krise und der westlichen “Politik” im Nahen Osten zu sehen.

Zur Eurokrise hatten wir diverse Artikel veröffentlicht:

“Der Euro: Alles muss raus!” ist zwar aus dem Jahr 2011, hat an Aktualität jedoch wenig verloren, da er auf ein zentrales Element zum Verständnis der Eurokrise eingeht: die deutsche Lohnpolitik und den desaströsen Wettbewerb der Nationen im Zwangskorsett der gemeinsamen Währung.

Wer noch einmal einen Überblick dazu wünscht, in welchem Ausmaß sich besonders die deutsche Wirtschaftspolitik nicht an die Spielregeln der Lohnsteigerung gehalten hat und welche Auswirkungen dies auch auf den Binnenmarkt hatte, sei auf den Artikel “Wohlstandsabbau: Lohnzurückhaltung und seine >>Erfolgsbeispiele<<“ verwiesen, in dem deutlich wird, weshalb gerade Frankreich sich in diesem Punkt als das falscheste Ziel der Kritik darstellt, wie sie momentan wieder geradezu hetzerisch vom deutschen neoliberalen Lager betrieben wird (dokumentiert erst auf den NachDenkSeiten).

Dass die Kürzungspolitik die falscheste aller Antworten war, wobei sie das alte Muster einhält, auf ein neoliberales Problem eine neoliberale Antwort zu liefern, die die Probleme vertieft, so dass zu weiteren Pseudolösungen gegriffen werden kann, wird u.a. im Artikel “>>Die Mitte<< in der EU – ein gefährliches Ideologiekartell in der Krise” eingegangen.

Eine solche neoliberale Pseudolösung in Vorbereitung besteht wiederum in den geforderten Freihandelsabkommen (CETA, TiSA, TTIP), die mit Wachstums- und Beschäftigungsversprechen einhergehen. Was von diesen zu halten ist, haben wir schwerpunktmäßig im Artikel “TTIP Wachstumsstudien: neoliberale Holographie, nichts weiter” behandelt.

Auf einem anderen Themenfeld, der Ukraine-Krise, gehört es wiederum zum Hintergrundwissen – nicht nur meiner Meinung nach – vor Augen zu haben, unter welchen Zielsetzungen die westlichen Kräfte agieren, die sich stets als Demokratieverfechter, Freiheitsschaffer und Menschenrechtsbewahrer darstellen. Auf die Zielsetzung des einflussreichsten westlichen Akteurs und “großen Bruders” geht der Artikel “Brzezinski – Der Zauberlehrling und die gefährlichen Geister des Kalten Krieges” ein. (Ergänzend dazu sei auch an die vernachlässigte und selbst gewählte Einzigartigkeit der Vereinigten Staaten erinnert).

Ein drittes großes und bedeutsames Themenfeld besteht sicherlich im IS-Terror, der sich im Nahen Osten ereignet. Er gehört ebenso zu jenen Themenfeldern, die von einer kritischen Zivilgesellschaft im “Westen” genauer zu beleuchten wären, da ihre Regierungen nicht nur aktuell Waffen in das Chaos entsenden und Bomben abwerfen, sondern auch historisch durch ihr Agieren das Fundament der Barbarei bereitet haben. Hiermit beschäftigt ein wenig der Artikel “>>Islamischer Staat<< (IS) – Humanitäre Hilfe immer, ansonsten aber bitte Kontext statt Waffen!”.

Allgemein sei dazu ermuntert, in der Rubrik Hintergrundwissen ein wenig zu stöbern. Die Themen Wirtschaft, Außenpolitik und Propaganda werden auf Maskenfall auch zukünftig behandelt werden. Den Konstrukteuren der Scheinwelten in Medienmainstream und politischer, wie wirtschaftlicher Elite etwas entgegenzusetzen, sind schließlich alle aufgerufen, da hinter den Scheinwelten Ausgrenzung, Unterdrückung und Tod jeden Tag für viele Menschen leider bittere Realität ist.

Jascha Jaworski

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