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No 182

“Zum >>Surrogat für Ausländer- und Fremdenfeindlichkeit<< [6], wie Bülent Ucar formuliert, ist der Islam im Rahmen des sogenannten Anti-Terror-Krieges geworden, an dem sich die Bundesrepublik nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 beteiligt hat. Während die westlichen Staaten große Teile der islamischen Welt mit Krieg (Afghanistan, Irak) oder mit Kriegsdrohungen (Iran, Syrien) überzogen, weitere Teile zu Loyalitätsbezeugungen zwangen (Pakistan, Libyen, Libanon) und den gesamten Nahen und Mittleren Osten auf eine prowestliche Politik festzulegen suchten, gerieten in Deutschland und in weiteren Ländern des Westens Muslime unter Generalverdacht, antiwestliche Kräfte zu stützen. Polizeiliche Rasterfahndungen erfassten Studierende aus der islamischen Welt ohne jeglichen konkreten Verdacht [7]; Verdächtige aus der islamischen Welt wurden in Geheimgefängnisse und Folterhaft verschleppt […] Die kriegsbegleitende Inlandspropaganda ist damals von Organisationen der extremen Rechten mit Befriedigung aufgegriffen worden: Sie begannen erfolgreich, den alten Rassismus in ein modisch-antiislamisches Gewand zu kleiden.”

(German Foreign Policy, unabhängige Publizisten und Wissenschaftler zur Beobachtung deutscher Großmachtbestrebungen – Folgen des “Anti-Terror-Kriegs”, 18.12.2014)

Jascha Jaworski

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