Wir leben in einer Kultur geradezu menschenfeindlicher Münchhausenhaftigkeit. Abenteuerlich sind die Geschichten, die Tag für Tag von den mandatstragenden Wirtschaftsmarionetten und ihren auf bloße Weiterleitung gepolten Mainstreammedien willfährig in die Gesellschaftssphäre emittiert werden. Auf dass diese noch weiter durchsetzt werde von den altbekannten Giften, wie dem Nationalismus, dem Chauvinismus, dem Biologismus, dem Imperialismus und welche Ismen ähnlichen Schlags es sonst noch geben mag, die eines gemeinsam haben: dass sie nämlich Feinde der Idee menschlicher Würde waren und sind und in ihrem Endresultat das Übel auf der Welt nur vermehrt, nie jedoch geschmälert haben.
Gesellschaftskritik
In dieser Rubrik soll es darum gehen, Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen zu üben, wobei
unter Gesellschaft nicht nur jeder von uns als Privatperson gemeint ist, sondern auch jene, die politische, mediale oder sonstige Verantwortung tragen. Grundgedanke könnte sein, das Verhältnis zu sich selbst, seinen Mitmenschen und der Welt zu beleuchten.
Über die Quatschigkeit der Wohlstandsverteilung
Gern werden in Mainstreampolitik und –medien die massiven weltweiten finanziellen Ungleichheiten thematisch entweder komplett ausgespart, nur einseitig beleuchtet oder relativiert. Schädliche Ungleichheiten bestehen hierbei nicht nur zwischen den einzelnen Staaten, so etwa Entwicklungsländern als Schuldnern und entwickelten Ländern als Gläubigern, sowie auch entwickelten Ländern untereinander (z. B. USA und Deutschland), sondern ebenso zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor (Staatsschulden), v. a. jedoch zwischen den Bevölkerungsgruppen innerhalb eines Landes.
Flucht zum Konkreten als Flucht vor der Verantwortung
Erfordert es eigentlich eine besondere Neigung zur Kritik oder gar Selbstüberschätzung, wenn man die virulenten Klumpen von Weltproblemen (Finanzkrise, Umweltkrise, Arbeitsmarktkrise, Rassismus, Ausbeutung, Hunger etc.) zur Kenntnis nimmt, sie der alltäglichen Themagewichtung seiner Mitmenschen gegenüberstellt und schließlich von kollektiver Verantwortungsflucht sprechen möchte?