Wir fahren fort in der Reihe Fragen an Maskenfall (siehe bisher Frage 1, Frage 2) und greifen nun folgende auf:
„Ökonomen wie u.a. Heiner Flassbeck, Heinz-Josef Bontrup oder in den USA Paul Krugman betonen das […] Problem der vergleichsweise zu niedrigen deutschen Löhne als Erklärung für die immensen Leistungsbilanzungleichgewichte im EURO-Raum. Das scheint plausibel zu sein. Allerdings: Löhne sind sicher nur ein Teil der Kosten aus Unternehmersicht, die in die Preisstruktur eines Gutes eingehen. Wie also ist im Mittel das Verhältnis von Löhnen zu anderen im Preis abgebildeten Kosten für Exportgüter? Und genauer: Kann vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Kostenteile des Preises allein auf die Lohnentwicklung für die Herausbildung der Handelsbilanz- und damit der einseitigen Vermögens- bzw. Schuldenaufbauproblematik abgestellt werden?“