Christoph Butterwegge über den sozialen Klimawandel

Christoph Butterwegge geht im Interview auf die Auswirkungen des Hartz-Systems und den sozialen Klimawandel hierzulande ein, der nun als verlogener Erfolgsschlager ganz Europa in die soziale Eiszeit stürzen soll: „Hartz IV und die Zukunft des Sozialstaats“

Verwiesen sei hierzu auf einige Vortragsfolien von uns rund um die Eurokrise. Auf der letzten Folie wird ein Überblick über die Entwicklung wichtiger Kennzahlen in der Eurozone und in Deutschland gegeben. Hier zeigt sich, dass in Deutschland der Anteil der Löhne an der Wirtschaftsleistung dramatisch gefallen ist seit 2000. Auch die Staatseinnahmen sind zurückgegangen. Dafür sind die in mehrfacher Hinsicht blödsinnigen (dauerhaften) Leistungsbilanzüberschüsse in die Höhe geschossen. In der Eurozone waren entsprechende Kennzahlen hingegen relativ stabil (bis auf einen leichten Rückgang bei Löhnen und Staatseinnahmen der auf Deutschland als Teil der Eurozone zurückzuführen ist).

Die deutsche Entwicklung nach unten, was Löhne und Staatsleistungen betrifft, soll nun offenbar auf Europa übertragen werden. Warum dies im Interesse der Arbeitnehmer_innen, Renter_innen und Sozialleistungsempfänger_innen, zu denen ja der weitaus größte Teil der Menschen in Europa gehört, liegen sollte, ist uns bislang schleierhaft. Mainstreammedien und Mainstreamparteien hierzulande schaffen es jedoch sehr erfolgreich einen Schleier noch vor diesen schleierhaften Verhältnissen aufzuhängen, so dass von keiner ernstzunehmenden (i. S. machpolitisch relevanten) Seite aus überhaupt einmal nachgefragt würde.

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