Das Zentrum für politische Schönheit hat ein Telefonat mit einem Sprecher der Deutschen Bank aufgezeichnet, in dem dieser die Meinung äußert, dass die Somalier selbst an ihrer Situation schuld seien. Aber hört selbst:
Auf ihrer Facebook-Page äußert sich die Bank dazu wie folgt:
Die Deutsche Bank [hat] sich klar von den in dem Video wiedergebenen Aussagen eines ihrer Sprechers distanziert […]. Die Bank überprüft derzeit ihre Aktivitäten im Bereich des Handels mit Agrarrohstoffen und wird die Ergebnisse dieser Überprüfung und die Schlussfolgerungen daraus kommunizieren, sobald diese vorliegen.
Auf der Internetseite des Focus äußert sich die Deutsche Bank zu dem Video außerdem so, dass das Video nicht „zum Zitieren deklariert“ war und sich der Sprecher nicht korrekt wiedergegeben sehe. Ich bin gespannt, was bei den Überprüfungen der Bank herauskommt. Foodwatch hat übrigens schon im Oktober mit einer aufwändigen Studie darauf aufmerksam gemacht, dass Spekulationen mit Nahrungsmitteln die Preise von den realen Märkten abkoppeln.
Disclaimer: Ich bin Kunde der Deutschen Bank (und habe gerade heute ein Weihnachtsgeschenk von ihr bekommen: Ein Bildbank mit dem Namen „Mahlzeit: Auf 80 Tellern um die Welt“). Ich besitze außerdem Indexfonds, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob diese nicht auch Nahrungsmittelindizes nachbilden, allerdings werde ich dies nun überprüfen und gegebenenfalls korrigieren.