…ein prägnanter und dankenswerter Monitorbeitrag, der einen zentralen Punkt der aktuellen Auswegslosigkeit in der Eurokrise erfasst:
„Deutschlands Lohnpolitik: Sprengsatz für die Eurozone“
Selbst wenn man glühender Kapitalismusanhänger ist, kann man über Deutschlands Wettbewerb der Nationen und die Steigerung der „Wettbewerbsfähigkeit“ durch die Manchesterisierung der Löhne und Arbeitsbedingungen nur den Kopf schütteln, wie dies mittlerweile immer mehr Regierungen in Europa und den OECD-Staaten tun. (Dass es jedoch zu derartigen Entwicklungen kam, die nur noch als quatschig zu bezeichnen sind (und in ihrer speziellen Variante der Menschenfeindlichkeit geradezu unverschämt offensichtlich), hat natürlich ein systematisches Fundament, doch dies sei hier nicht Thema).
Herr Bofinger spricht zu Recht von frühkapitalistischen Zuständen in der Fleischindustrie! Der Beitrag zu ÖPP im Anschluss ist übrigens auch sehr zu empfehlen!
Die Kommentare unter diesem Beitrag auf der Monitorseite sind teilweise haarsträubend. Da wird Monitor Einseitigkeit unterstellt, als ob im deutschen Fernsehen Berichte aus verschiedenen Blickwickeln die Regel wären. Monitor und Neues aus der Anstalt sind doch fast die einzigen Sendungen, die nicht dem Mainstream entsprechen. Desweiteren werden Vergleiche mit dem „Schwarzen Kanal“ (DDR-Propagandasendung) angestellt. Es kann aber auch sein, dass das der Beitrag zu Zypern aus der gleichen Sendung war.