Frieden durch Militär und die Diffamierung der Friedensbewegten – wie geistreich und neu

Mit dem Friedenswinter 2014/2015 formiert sich eine Initiative, die Widerstand dagegen leistet, dass der Krieg als notwendiges Mittel betrachtet, die NATO mit ihren völkerrechtswidrigen Kriegen als „Friedensbündnis“ dargestellt und die Tötung per Drohnentechnik zum Mittel der erweiterten deutschen Außenpolitik gemacht wird. Bei der Agenda, die sich die Führungsetagen des politischen Berlins gesteckt haben („Neue Macht Neue Verantwortung“), ist es hierbei kein Wunder, dass die sog. Leitmedien das Anliegen der Friedensbewegten torpedieren wollen (ereignet sich die Meinung in den Medien doch – größtenteils aus strukturellen Gründen – weitgehend innerhalb des Elitenkonsenses). Erstaunlich ist jedoch, wie plump und überzogen zu diffamieren versucht wird. Der Tagesspiegel vom 13.12. entblödet sich etwa nicht, von der Initiative Friedenswinter zu sprechen als „[…] einer Ansammlung von Putin-Verstehern, Verschwörungstheoretikern, Teilen der antiwestlich ausgerichteten, traditionellen Friedensbewegung und ein paar Neonazis.“

Das ist ja wirklich eine geradezu märchenhafte Gruppe von Bösewichtern. Wir referieren auf die Rede eines ihrer Protagonisten, so dass sich die Menschen ein Bild machen können, das über das beschmierte schwarz-weiß Passfoto der Mainstreammedien hinausgeht:

„Rede von Eugen Drewermann vom 13.12.2014 in Berlin auf der Versammlung der Initiative Friedenswinter 2014/2015“

Wer noch einmal wissen will, welche innovativen Elitenideen da durch die Medien verteidigt werden müssen, sei abermals verwiesen auf die neu angedachte deutsche Außenpolitik, mit der wir uns erst kürzlich in einem Artikel auseinandergesetzt haben:

„Die >>Verantwortung<<, die sie meinen, die >>Macht<<, die sie wollen“

Hier geht es so richtig um etwas, das machen unzählige Abschnitte im Strategiepapier „Neue Macht Neue Verantwortung“ deutlich, Zitat:

„Deutschland darf nicht erpressbar werden. Sicherheitspolitisch ist dafür die beste Gewähr eine aktive Mitgliedschaft im Nordatlantischen Bündnis. Wirtschaftspolitisch erfordert dies die weitere Diversifizierung deutscher Exportmärkte und Rohstoffquellen, insbesondere eine nachhaltige Stärkung der europäischen Wirtschaftskraft und die Ausdehnung des transatlantischen Freihandels.”

(Neue Macht Neue Verantwortung – Elemente einer deutschen Außen- und Sicher­heitspolitik für eine Welt im Umbruch, 2013)

Des Weiteren geht es neben der Sicherung der transatlantischen Vorherrschaft auch um, Zitat: „europäische Hebelkraft für Deutschlands globale Ordnungsideen“. Die Zukunft hat begonnen!

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