Hans Springstein über das >>Spiegel<<-Tribunal

Hans Springstein demonstriert im Freitag, wie Spiegel-Journalisten sich in einer als Interview bezeichneten Belehrung gegenüber dem syrischen Präsidenten Assad als verlängerter politischer Arm westlicher Eliten (pardon, der „westlichen Wertegemeinschaft“, nein, mittlerweile heißt es ja „der internationalen Gemeinschaft“) entblöden:

„Assad vor dem >>Spiegel<<-Tribunal“

Wer derartige Formate für gesinnungsjournalistische Ausrutscher hält, sei allein, was den Spiegel betrifft, auf die umfangreiche Dokumentation irreführender Spiegel-Artikel der NachDenkSeiten verwiesen. Wer sich fragt, ob die Mainstreammedien tatsächlich Eliteninteressen vertreten, sei auf die jüngere Journalismusforschung von Uwe Krüger verwiesen. Wer sich fragt, warum die Mainstreammedien Mainstream sind, sei auf einen immer noch aktuellen Artikel von Noam Chomsky verwiesen. Wer angewidert nach Fluchtwegen aus dem Mainstream sucht, sei neben den bereits genannten NachDenkSeiten, dem Freitag und Telepolis beispielhaft noch auf den Hintergrund, Kontext TV oder die jungeWelt verwiesen. Quellen, die ein wenig hinter die massenmediale Benutzeroberfläche führen, sind glücklicherweise keine Seltenheit, nur begegnen sie einem eben selten im Mainstream von Bild, Zeit, Spiegel, FAZ etc.

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