Jean Ziegler über Welthunger und seine Ursachen

Interview in der jungen Welt mit Jean Ziegler: „Für die Völker des Südens hat der Dritte Weltkrieg längst begonnen“

Jean Ziegler weist auf vier Mechanismen hin, die den Hunger und somit das Massensterben trotz Überfluss in dieser Welt aufrecht erhalten.

Die Verbrechensgeschichte von Konzernen als transnational agierenden Profitmaximierungsmaschinen, die nicht nur Jean Ziegler in seinen Büchern reich dokumentiert, hält uns dennoch leider nicht davon ab, die hippen Produkte (Notebooks, iPhones, etc.) dieser intransparenten Gebilde in unsere Präferenzstruktur integrieren zu lassen, um sie nicht nur rein pragmatisch für unsere Zwecke einzusetzen, sondern sie zugleich zum Gegenstand unserer Aufmerksamkeit und Lebenszeit und somit zum Zweck an sich selbst werden zu lassen. So bescheren wir Konzernen als brave Konsumenten oder Kunden ihre häufig für weltweite Verbrechen eingesetzten Gewinne, lassen uns selbst von den begehrten Kommerzdevotionalien auf das unmittelbare Konsumumfeld fixieren und schauen dabei zu, wie der nächsten Generation dann noch gegenüber derartigen Verbrechensstrukturen positive Gefühle erzeugt werden, indem Nahrungsmittel“investoren“ Preise für Abschlussfeiern von zukünftigen „Verantwortungsträgern“ stiften.

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