Linker Autor beendet Zusammenarbeit mit taz

Raul Zelik hat seine Zusammenarbeit mit der taz beendet, weil seine Artikel vermehrt abgelehnt worden sind. In der nun letztlich abgelehnten Auftragsarbeit für die taz geht es um den Generalsekretär der baskischen Linkspartei SORTU, der 2011 mit vier weiteren Aktivist*innen zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden war.

Warum ich nicht mehr für die TAZ schreibe

Ich weiß, dass sich einige RedakteurInnen in der TAZ sehr um gesellschaftskritischen Journalismus bemühen. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die TAZ oft die Funktion ausübt, rechte Positionen in der Linken durchzusetzen. So werden Militärinterventionen stark gemacht, die Spaltung von Linken in „vernünftige Moderate“ und „durchgeknallte Fundamentalisten“ forciert, soziale Bewegungen diskreditiert usw.

Bislang habe ich versucht, zumindest gelegentlich auch in der Zeitung kritische Gegenpositionen zu formulieren. Aber die Tatsache, dass sich die TAZ selbst den einfachsten Auseinandersetzungen um kontroverse Texte und Themen entzieht, zeigt mir, dass das keinen Sinn mehr hat.

1 Kommentar zu „Linker Autor beendet Zusammenarbeit mit taz“

  1. Lieber Johannes, die Presselandschaft in Deutschland stellt sowieso schon einen bedauernswerten Einheitsbrei dar. Wenn die TAZ jetzt auch noch ins neoliberale Lager wechselt, was bleibt dann fuer den an Gesellschaftspolitik und -entwicklung interessierten Leser uebrig?
    Maskenfall?, Nachdenkseiten? annotazioni? oder kennst du noch andere Moeglichkeiten?
    Ich meine, dass sicherlich noch andere Leser fuer derartige Hinweise dankbar sein werden.
    Sigrid & Paul Mit lieben Gruessen aus Odder

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