“I wish someone would give me one shred of neutral evidence that financial innovation has led to economic growth — one shred of evidence”
(Paul Volcker – zitiert nach The Sunday Times, 9. Dez. 2009)
“I wish someone would give me one shred of neutral evidence that financial innovation has led to economic growth — one shred of evidence”
(Paul Volcker – zitiert nach The Sunday Times, 9. Dez. 2009)
Ein Kommentar zum BGE, der meiner Meinung viel richtiges sagt. Wir dürfen es den Unternehmen nicht so einfach machen und sie mit einem BGE aus der sozialen Verantwortung entlassen. Stattdessen braucht es Regeln, die ein BGE überflüssig machen. Beispiele für solche Regeln wäre ein Mindestlohn, hohe Steuern auf Kapitaleinkommen und Erbschaften sowie starke Mitbestimmungsregeln für Angestellte.
Sehr geehrtes Phoenix-Team,
ich schaue gerade Ihre Sendung „Griechische Tragödie – Die Folgen für Deutschland“ und muss wieder einmal enttäuscht feststellen, dass als Sachverständige erneut nur die üblichen Verdächtigen eingeladen wurden, die für die griechischen Refinanzierungsprobleme die Ursache allein in Griechenland ansiendeln und als einziges Mittel das ewige Mantra des „Konsolidierens“ vulgo „Sparens“ herunterbeten.
Eine herbe Enttäuschung: Die Investmentbank Goldman Sachs hat am Dienstag einen wirklich mageren Profit des zweiten Quartals 2011 von nur 1,05 Milliarden US-Dollar gemeldet. Meine Gedanken liegen in diesen schweren Stunden bei den Managern von Goldman Sachs: Wer wird jetzt ihre Familien ernähren, wer die Miete bezahlen?
„Wer der Natur folgt und nicht leeren Meinungen, der ist in allen Stücken unabhängig; gemessen an dem, was der Natur genügt, ist jeder Besitz Reichtum, wenn aber das Verlangen keine Grenzen kennt, ist selbst der größte Reichtum Armut.“
(Fragment aus Schriften und Briefen Epikurs)
Wir leben in einer Kultur geradezu menschenfeindlicher Münchhausenhaftigkeit. Abenteuerlich sind die Geschichten, die Tag für Tag von den mandatstragenden Wirtschaftsmarionetten und ihren auf bloße Weiterleitung gepolten Mainstreammedien willfährig in die Gesellschaftssphäre emittiert werden. Auf dass diese noch weiter durchsetzt werde von den altbekannten Giften, wie dem Nationalismus, dem Chauvinismus, dem Biologismus, dem Imperialismus und welche Ismen ähnlichen Schlags es sonst noch geben mag, die eines gemeinsam haben: dass sie nämlich Feinde der Idee menschlicher Würde waren und sind und in ihrem Endresultat das Übel auf der Welt nur vermehrt, nie jedoch geschmälert haben.
„When the accumulation of wealth is no longer of high social importance, there will be great changes in the code of morals. We shall be able to rid ourselves of many of the pseudo-moral principles which have hag-ridden us for two hundred years, by which we have exalted some of the most distasteful of human qualities into the position of the highest virtues. We shall be able to afford to dare to assess the money-motive at its true value. The love of money as a possession — as distinguished from the love of money as a means to the enjoyments and realities of life — will be recognised for what it is, a somewhat disgusting morbidity, one of those semi-criminal, semi-pathological propensities which one hands over with a shudder to the specialists in mental disease […]“
(John Maynard Keynes – Essays in Persuasion, 1931)
Ich bin gerade durch die Sicherheitsschleuse am Flughafen Hamburg gegangen: Wenn man sich anschaut, wieviele Menschen es – trotz ja immer wieder überall grundsätzlich geäußerter Unmut über diese Technik – vorziehen, aufgrund minimal kürzerer Schlange durch den Nacktscanner zu gehen, erklären sich vielleicht auch so einige andere Dinge, die in Deutschland vor sich gehen…
Ohne mich uneingeschränkt mit der hier geäußerten Meinung gemein machen zu wollen, fand ich den Denkanstoß ganz interessant: