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No 426

“Und ich könnte sagen, jetzt fahre ich nach Hause, ich krieg eh nur Ärger, wenn ich darüber schreibe. Und, ich glaube, die Menschen, die ich in diesen Ländern kennenlerne, in Gaza, oder in Syrien, die erwarten doch von mir, dass ich berichte, was hier geschieht. Und was hier geschieht, ist einfach äußerste Brutalität von Seiten einer Zivilisation, die ich eigentlich toll finde, nämlich unsere eigene Zivilisation, unter dem Vorwand, wir würden dort für Werte, für Freiheit, Gleichheit, Menschenrechte kämpfen. Und das tun wir nicht. Wir kämpfen für unsere Interessen. […] Und ich finde, dass die Menschen, in den Ländern, in denen ich war, Jemen oder Irak – deren Unheil, deren Elend ich gesehen habe, das wir ihnen zugefügt haben – erwarten, dass ich darüber berichte. Deswegen dieses Buch, >>Die große Heuchelei<<.”1

(Jürgen Todenhöfer, ehem. Politiker und Publizist – War beim IS im irakischen Mossul, Leute, SWR 1, April 2019)

  1. Siehe auch: “Jürgen und Frederic Todenhöfers Friedens-Plädoyer”, ttt, Mai 2019 []

Jascha Jaworski

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