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No 524

“The Intercept wollte der Frage nachgehen, wie diese Impfstoffungleichheit aufkam und wie sie rückgängig gemacht werden kann. Um das zu tun, sprachen wir mit Experten, die auf den Zugang zu medizinischen Gütern spezialisiert sind. Sie sagen, Regierungen können Impfstoffe entweder wie ein globales öffentliches Gut oder wie privates Eigentum behandeln. Bislang haben letztere Wahl getroffen, und diese Wahl hat festgelegt, wer lebt und wer an Covid-19 stirbt.
[Zain Rizvi, Mitglied bei Public Citizen:] >>Jeder weiß, dass reiche Staaten Impfstoffe horten, aber ich denke, dass eine Sache, die vernachlässigt wird, ist, wie reiche Staaten ebenso das Wissen horten. Warum sollte das Wissen, das nötig ist, um die Pandemie zu beenden, geheim gehalten werden? Das ist eine fundamental schlechte Übereinkunft.<< […]
[Ellen ‘t Hoen, Mitglied bei Medicines Law & Policy:] »Medizin gegen HIV, die antiretroviralen Medikamente waren solange nicht im großen Stil verfügbar, bis das geistige Eigentum geteilt wurde. Lasst uns den Fehler nicht erneut begehen.<<
Laut der NGO Knowledge Ecology International ist Biolyse [kanadisches Pharmaunternehmen, Anm. JJ] lediglich eines von mindestens 140 Unternehmen auf der Welt, die diese Impfstoffe herstellen könnten, denen es jedoch nicht erlaubt wird. Unter diesem Gesichtspunkt ist der Impfstoffmangel künstlicher Art. Doch die menschliche Konsequenz dieses Mangels ist allzu real.”1

(Paul Abowd, Journalist und Filmemacher –  The Vaccine Divide, The Intercept, 15.6.2021, Übers. Maskenfall)

  1. Anm. JJ: Empfehlenswerte 15 minütige Dokumentation zum Thema. []

Jascha Jaworski

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