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No 179

“Die Logik dieses Aufsatzes impliziert, dass der Staat eine wichtige Rolle auf makro- und mikroökonomischer Ebene spielen muss. Daher ist die erste Angelegenheit, die angegangen werden muss, die politische Macht, sowie die Festlegung wirtschaftspolitischer Prioritäten. Im gegenwärtigen Umfeld dominieren die Kräfte der kapitalistischen Klasse den politischen Prozess, und ihr Weltbild, der Neoliberalismus, legt fest, welche ökonomischen Ideen >respektabel< sind, und bestimmt dabei die Parameter, innerhalb derer der polit-ökonomische Diskurs sich ereignet. Progressiver ökonomischer Wandel wird daher nicht möglich sein, solange die politische und ideologische Balance der Macht sich nicht signifikant verschiebt.
Progressive, arbeitnehmerorientierte politische Bewegungen sind vonnöten, um den Einfluss von großen Unternehmen und reichen Einzelpersonen bei der Festlegung politischer Prioritäten zu reduzieren, den Einfluss der ArbeitnehmerInnen und der Mehrheit der BürgerInnen zu steigern, und den politischen Prozess umfassend zu demokratisieren – in seiner Substanz wie in seiner Form. Ohne eine dramatische Veränderung in der Balance der politischen Klassenmacht wird es nicht möglich sein, neue Gesellschaftsverträge auszuhandeln, die den Neoliberalismus verwerfen und neue sozial regulierte Wirtschaftssysteme hervorbringen.”1

(James Crotty, postkeynesianischer Ökonom – Slow Growth, Destructive Competition, and Low Road Labor Relations: A Keynes-Marx-Schumpeter Analysis of Neoliberal Globalization, 2000)

  1. Original: “The logic of this essay implies that the state must play an important role at both macro and micro levels of economic activity. Thus, the first issue to be addressed concerns political power and the determination of economic policy priorities. In the current environment, capitalist class forces dominate the political process, and their world view, Neoliberalism, determines which economic ideas are ‘respectable’ and sets the parameters within which political economic discourse takes place. Progressive economic change will therefore not be possible unless and until the political and ideological balance of power shifts significantly.
    Progressive, labor oriented political movements are needed to reduce the influence of large corporations and wealthy individuals on the setting of political priorities, increase the political influence of workers and the majority of citizens, and thoroughly democratize the political process – in substance as well in form. Without a dramatic change in the balance of class political power, it will not be possible to hammer out new “social contracts” that reject Neoliberalism and create socially regulated economic systems.” []

Jascha Jaworski

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